MOMA ein innovatives Quartier für Berlin Mitte

3. Platz Wettbewerb Berlin Molkenmarkt

Year

2021

Status

Competition

Location

Berlin | Germany

Client

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Berlin

Collaboration

Stefan Kasmanhuber


Der Berliner Molkenmarkt wird Teil eines vielschichtigen, lebendigen und zentralen Quartiers. Die Baulücken werden geschlossen und wichtige Verbindungen zur Stadt wieder aufgebaut. Durch die vielfältigen und verbindenden Nutzungen wird dem geschichtsträchtigen Stadtteil neues Leben eingehaucht – ein Zentrum Berlins erwacht. Die Hauptakteure im Quartier sind die Menschen – sie leben in einem Stadtteil mit menschlichem Maßstab, den sie selbst aktiv mitgestalten. Der Molkenmarkt wird zu „MoMa BERLIN“, einem Stadtteil mit gelebter Stadtkultur und gleichzeitig einer Nachbarschaft, mit nutzungsoffenen Aneignungsräumen und gleichzeitig zentralen Funktionen.  Nutzungsmischung und kurze autofreie Wege werden hier großgeschrieben, denn der Stadtteil ist für Fußgänger und Radfahrer konzipiert; die Wege und Straßen verwandeln sich in grüne Korridore mit hoher Aufenthaltsqualität. Aufgrund der Nähe zur U-Bahn und der herausragenden Versorgung mit dem ÖPNV kann auf eine Versorgung mit Garagen verzichtet werden. Das Quartier ist somit autofrei, nur Einsatzfahrzeuge und Anlieferungen haben eine Zufahrtserlaubnis. Die Quartiersstraßen sind geschützte Räume für Familien und Menschen, die im Quartier arbeiten; nur die umliegenden Straßen bleiben Transiträume. Im Sinne der Superblocks entsteht eine ruhige Oase mitten in Berlin, lebendig auf Augenhöhe, arbeitend im Sockel und wohnlich auf den Dachflächen. Die historischen Gebäude bekommen im autofreien Kontext eine neue Bedeutung; mit den komplementären Nutzungen der neuen Gebäude entsteht ein Mehrwert für die Berlinerinnen und Berliner.

Der städtebauliche Entwurf übernimmt die groben Eckpfeiler des bisherigen Bebauungsplans und interpretiert diesen neu. Die stadtmorphologischen Untersuchungen dienen als Vorgabe, wie die Blöcke entwickelt werden: vielschichtig, vielseitig, nutzungsoffen – und geschlossen. Die raumbildenden Kanten der Blöcke geben den Rahmen vor. Die Kleinteiligkeit, die städtebaulichen Elemente wie die Arkaden, eine zweigeschossige Sockelzone, Fugen und spannende Dachlandschaften geben dem Quartier den Charakter. Die Gebäude und Freiraumprojekte werden nachhaltig entwickelt – mit Hilfe eines urbanen Regelwerks, welches ebenbürtig mit dem Flächenwidmungsplan zum Werkzeug der Developer wird. Dieses Regelwerk lässt sich grob in drei Bereiche einteilen:

Zur Hardware des städtebaulichen Entwurfs zählen: a) die Kleinteiligkeit der Parzellierung ergibt für die meisten Grundstücke rund 5-7.000 m2 BGF, b) die EG-Zone ist mit GH=5 m ausschließlich aktiv und nutzungsoffen gestaltet, das 1. OG wird als mit GH=3,5 m als Bürogeschoss entwickelt, die Wohnzonen sind mit GH=3,2 m ebenfalls großzügig; c) Arkaden und Durchgänge ermöglichen die fußläufige Durchwegung der Höfe; d) die großzügig gestalteten, und intensiv genutzten Dachterrassen werden auf vielfältige Art und Weise von den Bewohner*innen genutzt und gleichen die fehlenden Spiel- und Aufenthaltsflächen in den Höfen aus, e) ein Material- und Farbkonzept wird die identitätsstiftende Entwicklung der Gebäude ermöglichen.

Die Software stellt die Programmierung des Stadtteils mit Nutzungen in der EG-Zone dar: a) aktive EG-Zonen mit vielfältigen Nutzungen und Themen: die Jüdenstraße wird zur Kunst- und Kreativstraße, die Klosterstraße zur Wohnstraße, die Parochialstraße zur Marktzone, die Grunerstraße wird zur Shopping-Meile b) Almende-, Ateliers und Werkstätten bieten günstige Mieteinheiten, die durch die Gemeinschaft bzw. Künstler und Handwerker bewirtschaftet und erst zu einem späten Zeitpunkt im Projekt aktiviert werden, c) ein multifunktionaler Generationenraum steht der Gemeinschaft für Veranstaltungen zur Verfügung, d) eine KITA im EG belegt die Klosterstraße als autofreie Wohnstraße.

Die Orgware regelt die Abwicklung der Qualitätssicherung und das Management des Erdgeschosses: a) Für alle Gebäude werden Architekturwettbewerbe durchgeführt – dies ist ein wertvoller Beitrag zur Baukultur – die Identität des Ortes wird so geschärft, b) die Archäologie-Fenster sind Teil der Baukultur und werden der Bevölkerung zugänglich gemacht, c) Die EG-Zone wird mittels Managementmodells als eine gemeinsame Einheit entwickelt. Ein Mietpreismodell ermöglicht eine baufeldübergreifende und Preis-ausgleichende Programmierung der EG-Zone, somit werden attraktive und hochwertige Nutzungen ermöglicht, die am freien Markt die Mieten nicht zahlen können, d) die Wohnungen sind leistbar, dennoch mit hohem gestalterischen Anspruch, e) Einrichtung eines Qualitätenbeirats für die Bewertung und Abstimmung der landschaftsarchitektonischen und architektonischen Entwürfe, e) Einrichtung

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